Was kommt ins Wackelbad ?

Systemübergreifende Themen, z.B. zur Elektronik, Zeitmessung etc.

Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon Annas Papa » Sa 2. Mai 2015, 01:03

Hallo an die Gemeinde,

wahrscheinlich ein bereits viel diskutierte Frage:

Was kommt (am besten) ins Wackelbad?

Bisher habe ich Waschbenzin genommen.

Ist Spiritus/Isopropanol eine Alternative, oder wird da
z.B. die Wicklung des Motors angegriffen.

Ich hoffe auf Eure Hilfestellung/Diskussion

Grüße aus der Widukindstadt.
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon Commander » Sa 2. Mai 2015, 15:37

Ich nehme immer schon Waschbenzin da es nahezu rückstandslos verdampft und Öl-Fettreste sehr gut löst.
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon dontupolev » Sa 2. Mai 2015, 18:41

Hallo widukind,

ich nehme an du meinst mit Wackelbad nen Ultraschallreiniger?

Hier ne Reinigungsalternative von mir...
Denke es kommt immer drauf, an wie stark der Motor verschmutzt ist.
Grundsätzlich vertrete ich den Grundsatz: "never touch a runing system!" d.h. nicht mehr machen, wenn´s nicht unbedingt sein muss...
Also,
ein angegrauter, trockner Motor lässt sich z.B. mit einem Kontaktreiniger für Relais pflegen (durchspülen/sprayen und trocknen lassen). Während ein öliger,versiffter Motor sich auch durchaus mit Bremsenreiniger (möglichst ohne Aceton!)aus dem Kfz-Bereich ausspülen lässt. Kritikpunkt, der Kunststoff am Anker könnte verspröden, ist zwar berechtigt, gilt aber für Isopropanol genauso. Denke bei der Kürze der möglichen Einwirkzeit und auch den eigentlich wenigen Reingungungsintervallen ist der Punkt Versprödung nicht so relevant.
Bei wirklich böse verharzten Motoren, die möglicherweise auch fest sitzen, kommt für mich nur die totale Demontage in Frage( M.kohlen entfernen, Gehäuselaschen aufbiegen usw.) und dann die Einzelteile ins Wackelbad( sofern wir vom Selben reden). Als Reinigungszusatz nehme ich allerdings normalen Haushaltsreiniger z.B. Mr Proper. Den mische ich im Verhältnis 2 zu 1 mit warmheißem Wasser und lasse das dann mehrmals durchwackeln. Wenn´s hartnäckig wird, lasse ich es auch mal über Nacht stehen.
Bisher ist danach immer alles super gewesen... :daumen:

Ich denke, genauso wichtig, wie das Reinigen, ist dann halt auch die Frage, wie man den Motor einfährt bzw. einlaufen lässt.

Grüße Sven :bye:
...das issen Model, was von katalytischen Konvertern gemacht worden ist;...laaaft also mit Normalbenzin!
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon Annas Papa » So 3. Mai 2015, 23:52

Hallo,

ja ich meine natürlich ein Ultraschallreinigungsbad :anbeten:

@ Commander:

ja Waschbenzin ist an sich ja bewährt, aber Mann/Frau ist immer auf der Suche
nach einer Alternative die eben vielleicht besser ist.

@ dontupolev > da nehm ich doch lieber Sven :)

a) ja! nicht anfassen, was läuft. Aber Verunreinigungen im Motor, werden den Selben
garantiert auch nicht verjüngen. Speziell die Schmierwirkung verwendeter Öle
läßt mit den Jahren nach. Und wir reden im Zweifelsfalle von mehr als 30 eben solcher.

b) Ups, Kontaktreiniger. Hm...ist nen Ansatz, was nimmst Du (um mal mit Namen von
Kontaktchemie zu sprechen)? Kontakt 60, Kontakt 60+, Kontakt 65 oder den Tunerreiniger 600


c) Also Bremsenreiniger hätte ich gar nicht "auf dem Zeiger" gehabt. Werde ich mal probieren.

d) Mr. Propper, sollte auf jeden Fall die preiswerteste Lösung sein, probiere ich auch

e) Zur Demontage, des Motors fehlte mir bisher der Mut. Bei 160ern auch nicht erforderlich
bei den anderen habe ich bisher immer kapituliert und neu gekauft.

f) Einlaufen, speziell nach einer kpl. Demontage kann natürlich wichtig sein, sollte
aber ohne Demontage, nach vernünftiger Schmierung, nur einen kurzen Augenblick
zur Verteilung des Schmierstoffes benötigen.

Und da könnte Mann/Frau gleich die nächste Diskussion führen. Womit schmieren?



Aber vielen Dank für die Tipps :danke:

Grüße aus der Widukindstadt
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon endeavour » Mo 4. Mai 2015, 08:45

Hallo,
ich nehme normalen Brennspiritus zum Reinigen der Fahrzeuge. Eine passende kleine oder größere Plasitkschüssel und dann alle Teile (außer Spulen und Kondensatoren) einweichen lassen (ggf. können die Teile mehrere Tage in Spiritus liegen, ohne Schaden zu nehmen). Mit einem kleinen Borstenpinsel den Dreck lösen. Die Motoren im Spiritus ca. 15 Minuten laufen lassen (beide Richtungen / Motor vollständig eingetaucht / bei Servo 160 Teilemotor natürlich mit Chassis). Mehr als 8 Volt Spannung führt zu Sauereien.
Zum Schmieren nehme ich 10W40 teilsynthetisch (was für den Motor von meinem Motoread gut ist, kann für die kleinen Motoren nicht schlecht sein).
Gruss endeavour
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon lubomir » Mo 4. Mai 2015, 08:56

Hi, wie vielleicht alle wissen, gewinne ich bei unseren Rennen vor lauter Pippi in der Hose nie auch nur einen Blumentopf, aber Lukas fährt mit meinen Autos immer ganz vorne mit und gute Zeiten bringe ich zwischen meinen Abflügen auch immer wieder mal hin.

Allen
meinen Autos ist gemeinsam, dass Sie ein Wackelbad noch nie, nicht mal aus der Ferne gesehen haben.
Bin der Meinung, das man mit Säubern und Ölen auch bei versifften Motoren mehr erreicht. Zugegebenermassen muss man dazu den Motor auch mal auseinanderbauen. Davon halte ich aber mehr, als das Teil im zusammengebauten Zustand ins Wackelbad zu geben oder mit Bremsenreiniger durchzusprühen.
Außerdem kann man bei auseinandergebautem Motor gleich noch das Spiel der Achse ausdistanzieren, was für Laufkultur und Präzision mehr bringt, als Sauberkeit in der letzten Ritze.
Bild
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon Commander » Mo 4. Mai 2015, 13:37

Wenn man wie Du 250 Motoren in Reserve liegen hat kann man sicherlich den Einen oder Anderen mal öffnen allerdings muss man auch sagen das die Kupferplättchen die man aufbiegen muss um beim Zusammenbau die Kohlen wieder einzusetzen sehr gerne abbrechen und der Motor danach für den Ersttäter versaut ist.
Da ziehe ich die Ultraschallbad Lösung doch eher vor wenns danach merklich besser funzt.
Wenn dann eine Wicklung durch ist kommt man eh nicht mehr drum herum.
Gruß Armin
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon Rufus » Mo 4. Mai 2015, 16:28

Hab auch ein Wackelbad...benutze das aber sehr selten, eigentlich nie...meistens nur für zerlegte Motoren.

Knalle in den ausgebauten Motor heftig Bremsenreinger rein...mehrfach mit Druck aus der Sprühdose...Schütteln/Schleudern...drehen der Welle, bis abgetrocknet...danach ölen.

Hab Motoren die zu beginn schlecht drehen...erst einen Kurzschluß erzeugen, dann nach mehrerem Umlenken unter Vollgas wieder gut drehen.
...muß da am Kollektor die Trenn-Schlitze säubern, geht gut mit einem spitzen Skalpell.

Alles supi :bye:
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon dontupolev » Di 5. Mai 2015, 23:57

Rufus hat geschrieben:Hab auch ein Wackelbad...benutze das aber sehr selten, eigentlich nie...meistens nur für zerlegte Motoren.

Knalle in den ausgebauten Motor heftig Bremsenreinger rein...mehrfach mit Druck aus der Sprühdose...Schütteln/Schleudern...drehen der Welle, bis abgetrocknet...danach ölen.

Hab Motoren die zu beginn schlecht drehen...erst einen Kurzschluß erzeugen, dann nach mehrerem Umlenken unter Vollgas wieder gut drehen.
...muß da am Kollektor die Trenn-Schlitze säubern, geht gut mit einem spitzen Skalpell.

Alles supi :bye:


Rufus!,... du gelernter Eisenbahner!!! :mrgreen:
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass hier sehr merkwürdige Dinge um sich gehen! :banana:
Hier gehen manchmal sehr "Doppelgleisige" Dinge vor sich ... :aberaber: :? :D :up:
Ich find´s echt spockisch faszinierend !!! ;)
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Re: Was kommt ins Wackelbad ?

Beitragvon oerk » Mi 6. Mai 2015, 08:06

dontupolev hat geschrieben:Rufus!,... du gelernter Eisenbahner!!! :mrgreen:
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass hier sehr merkwürdige Dinge um sich gehen! :banana:
Hier gehen manchmal sehr "Doppelgleisige" Dinge vor sich ... :aberaber: :? :D :up:
Ich find´s echt spockisch faszinierend !!! ;)


(DC-)Elektromotor ist (DC-)Elektromotor... obwohl viele hier sicher schon mal eine Eisenbahn in der Hand hatten :P

Irgendwann bau ich eine BR103 auf S132 und fahr euch damit alle über den Haufen :grin:
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