Karosserie entlacken

Alles zur Carrera Servo 140

Karosserie entlacken

Beitragvon servo140_v1 » Sa 26. Nov 2016, 20:47

Hallo zusammen,

bei mir ist es wieder so weit. Winterzeit=Servozeit ;)

Nun, aus vergangenen Tagen habe ich noch die eine oder andere Karosse,
bei der das Lackieren komplett nach hinten los gegangen ist.

Daher bräuchte ich den Rat, wie Ihr Karossen entlackt?

Google bzw. die Modellbahner schlagen dazu Spiritus oder ein (tagelanges) Bad in Bremsflüssigkeit vor.
Ich selbst habe schon schlechte Erfahrung mit Terpentin gemacht, der Lack war zwar ab.
Der Kunststoff ist danach nur so zerbröselt.

Ich bin gespannt auf Eure Vorgehensweisen :thumbsup:
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Re: Karosserie entlacken

Beitragvon Commander » So 27. Nov 2016, 08:40

Also der Tampondruck geht mit Geduld und Bremsflüssigkeit astrein und rückstandslos ab.
Gelackte Karossen würde ich anschleifen und neu drüber lackieren.
Je nach Lackart ist der wiederständiger als der Kunststoff und dann zerbröselts oder schrumpft.
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Re: Karosserie entlacken

Beitragvon Ostseedriver » So 27. Nov 2016, 19:47

Hallo,
Backofenreiniger drauf und warten, dann mit Bürste oder ähnlichem abschrubbern und gegebfalls nochmal mit Backofenspray. Kommt aber auch auf den Lack drauf an, villeicht gehts ja. Karo wird nicht wie beim Verdünner davon angegriffen.
Trotzdem ohne Gewähr. :grin:
Grüße, Alexander
Wenn Blicke löten könnten.
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Re: Karosserie entlacken

Beitragvon servo140_v1 » So 27. Nov 2016, 20:58

N'Abend zusammen,

besten Dank für die Tipps. :danke:

Es geht in meinem Fall weniger um den Tampondruck.
Meinen wir das Gleiche, wenn es sich um die Originalbedruckung handelt?

Viel mehr sind das diverse Schichten Acryllack von Tamiya aus der Sprühdose oder
wasserlösliche Revelllacke aus der Airbrush... Im Härtefall auch noch mit Klarlack
überzogen.

Da die angesprochenen Karossen beim Lackieren mehr oder weniger zwangsläufig zu Lehrobjekten wurden, werde ich das zu gegebener Zeit beim Entlacken genauso halten - quasi ein Vorher-Nachhervergleich.
Der Weg dazu wird mit der Chemiekeule unter Berücksichtigung der jeweiligen Sicherheitsdatenblätter beganngen 8-) :thumbsup:

Backofenreiniger habe ich auch noch nicht gehört, kommt damit auf die Liste.
Spiritus genau so. Bremsflüssigkeit auch, jedoch eher sparsam und vorsichtiger als Backofenreiniger.
Und dann habe ich noch von Methoxypropanol PM gelesen.
Wenn man den Beschreibungen aus anderen Modellbauforen glauben darf, das Wundermittel
schlecht hin.

Ich werde berichten - allerdings erst in ca. zwei Wochen wieder :?

Habt ihr Bilder von Euren Lackfehlschlägen und anschließenden Lackbefreiungen?

Gruß
Benni
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Re: Karosserie entlacken

Beitragvon Chucky06 » Mo 28. Nov 2016, 00:32

Dowanol (MP) kann man auf 2 arten benutzen, direkt auftragen mit schwamm o.ä. oder in einem geschlossenen behälter per ausdünstung (ca 24h drinlassen).
Die behältermethode würde sich bei den kleinen karossen anbieten, es kommt aber auf den lack an. Kann sein, dass sich garnichts tut. Wenns klappt kann man die lackreste aber einfach abwischen und der kunststoff wird nicht angegriffen.
Wichtig ist die karo nicht einzutauchen, ein paar holzstäbe auf den boden, darauf die karosse und je nach behälter eben etwas dowanol auf den boden.

Direkte verwendung ist ähnlich wie terpentin, also auch da kann es lacke geben die "resistent" sind und es greift den kunststoff an.
Also eine servo karrosse geht dabei nich kaputt, aber je nach wischen können riefen entstehen oder kleine abstehenden leisten "verwischt" werden.

Eine kleine sandstrahlmaschine wäre wohl am besten, aber vom preis her ist ein versuch mit dowanol in der ausdünstungsvariante auf jeden fall nen versuch wert.

Auf jeden fall maske, lüften, handschuhe. Das zeug is nich zu unterschätzen.

Backofenreiniger hat bei mir noch nie funktioniert.
Servo 140 - weil ohne Lenkrad fehlt mir was.
Und zum Spass nebenbei Servo 140 digital mit PRO-X
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Re: Karosserie entlacken

Beitragvon twenteracer » Mo 28. Nov 2016, 21:39

Hallo Benni,

Ich mache es mit Airbrush reiniger müß nur kurz 5 bis 10 Minuten weichen abwischen fertig.

Gruß
Robert.
Loat mer küüln,'t lup wa los.
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Re: Karosserie entlacken

Beitragvon dontupolev » Di 29. Nov 2016, 20:28

Moin! :tag:

Ich geb auch nochmal meinen Quark dazu...

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich sehr viele Lacke(Revell Acryl wie email, also auch Heller ,Humbrol und Tamiya...) mit Mr. Proper und Ultraschallbad runterkriege...
Sicherlich dauert die Anwendung ein ,zwei Tage ..., dafür wird der Karossenkunstoff sehr häufig geschont!

Lässt man das Objekt der Begierde in mehreren Intervallen darin wackeln ,so dass sich auch tatsächlich das Bad erwärmt, verlieren viele Lacke ihre Haftfähigkeit. ...ggf. mal ,die sich lösende Lackschicht, mit ner alten Zahnbürste oder nem Holzstäbchen abkratzen...

Festgestellt hab ich, dass bei Mr. Proper (Wirkstoff hauptsächlich: ZitronenSÄURE) auch Kunststoff Ausspröden kann!...aber eigentlich nur, wenn man sowas zwei Wochen lang einer Karosse zumutet..
Schwarz und rot sind etwas sensibler als weiss.
Weiss hingegen, ist dann sehr impulsiv, wenn es um Temperatur geht!...verzieht sich gern mal, danach eben wieder in nem Kochwasserbad Richten...

Am Besten eigene Studien beginnen!

Bremsflüssigkeit benutze ich auch, wenn ich nicht weiterkomme!
Das allerdings nur, wenn ich wirklich nicht weiterkomme, weil Bremsflüssigkeit definitiv NICHT die Mutter von bruchimunen Karossen ist!
Man sollte bei der Anwendung von Bremsflüssigkeit schon sehr darauf achten, dass das Zeug nur in den Lack zieht und nicht in den Kunststoff der Karosse.

Genug der Hirnflatuleszens!

Grüsse..

...und zurück ins Labor! :waving:

p.s. Terpentin und Acrylreiniger hab ich aufgegeben! ist einfach nur "Olle Schmiererei" ... Benutze nen kunststofffreundlichen Bremsenreiniger um Papier!decals runterzukriegen, aber auch nur wenn warmes Prilwasser nicht hilft
...das issen Model, was von katalytischen Konvertern gemacht worden ist;...laaaft also mit Normalbenzin!
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Re: Karosserie entlacken

Beitragvon servo140_v1 » Mi 30. Nov 2016, 20:57

Hallo,

es freut mich, dass es so viele Rückmeldungen dazu gibt. :anbeten:

Gibt es nach euren Erfahrungen Fabrikate oder Farben,
die besonders hartnäckig beim Entlacken sind?

Das scheint mir ja doch ein recht vielschichtiges Thema zu sein.

Grüße

:keule: <--- zu viel Lack :)
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